Europa InTakt 2022 - Classic goes digital

Europa InTakt 2022 widmet sich den künstlerischen und technischen Neuentwicklungen im Bereich der digitalen Medien in Verbindung mit traditionellen Instrumenten. Classic meint das traditionelle Instrumentalspiel mit Kopf, Herz und Hand, meint Musikrichtungen und Stilrichtungen wie Klassik, Jazz, Musik der Welt und Avantgarde sowie Musizierformen wie Improvisation und Reproduktion. Classic meint zusätzlich auch interdisziplinäre Aspekte wie Musik und Bewegung oder Musik und Lichtkunst.


Classic goes digital meint den Einsatz der Neuen Medien, den Einsatz von Apps und elektronischen Instrumenten für das Musikmachen. Das Erfinden neuer Instrumente hat sich nicht immer, aber oft an den Bedürfnissen von Menschen mit Beeinträchtigung orientiert - hier gibt es eine Menge an Entwicklungen zu entdecken. Neue Klangerzeugungen bringen auch neue musikalische Klangwelten mit sich und ermöglichen Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe an der Musikproduktion. Künstlerisch entstehen gerade auch in der Mischung Classic und digital schöne und interessante Klänge, die zu einem ebenso interessanten wie innovativen Kulturleben beitragen. Inklusion wird zum ästhetischen Motor!


Menschen mit und ohne Behinderung machen in international gemischten Workshops Erfahrungen in der Gestaltung von musikalischen Prozessen mit Hilfe von elektronischen und traditionellen Instrumenten. Die Mitglieder der eingeladenen Ensembles nehmen an den Workshops teil, die ihr Interesse finden und präsentieren die Ergebnisse der Arbeit in den Workshops in einem großen öffentlichen Abschlusskonzert.

Europa InTakt eben!

Dank

Europa InTakt 2022 wird möglich durch die finanzielle Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Essen und der Bernd Jochheim Stiftung Dortmund. Ohne die Unterstützung durch das Zentrum für Hochschulbildung zhb der TU Dortmund könnte Europa InTakt 2022 nicht stattfinden. Für die inhaltliche Anregung gilt der Dank dem Verband EUCREA (https://www.eucrea.de/), der mit dem Europäischen Symposium "soundform" im Jahr 2019 (https://www.eucrea.de/aktivitaeten/tagungen/soundform) die Anregung zu "classic goes digital" gegeben hat.


Zur Pandemie-Situation

Im Rahmen der Konzerte müssen die dann geltenden Vorschriften zum Besuch von Veranstaltungen eingehalten werden.

Die Workshops werden in möglichst großen Räumen mit einer TN-Zahl zwischen 12 und 15 durchgeführt; bei Bodypercussion und Soundpainting sind größere Gruppen bis 25 TN denkbar.

Es gelten die dann erlassenen Vorschriften der TU Dortmund für die Durchführung von Präsenzveranstaltungen.

Präsenzveranstaltung 21. - 24. September 2022

21. September 2022

19.00 Eröffnungskonzert St. Marienkirche, Dortmund, Kleppingstraße 5, 44135 Dortmund

Eröffnung von Europa InTakt 2022 durch den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Herrn Jürgen Dusel.

Es treten auf: piano plus, Dortmund - KeKeCa, Istanbul , Hands off Music, Köln, Yanna Pelser Trio mit Karin und Florine, Rotterdam, Lichtkunst Till Pöhlmann, Fischbachtal

Eintritt frei!

22. September 2022

- Workshops 10 – 12 und 14 – 16 Uhr TU Dortmund

- 19.00 Konzert St. Marienkirche, Dortmund, Kleppingstraße 5, 44135 Dortmund

Es treten auf: Tabula musica, Bern, KeKeCa, Istanbul, Ensemble AugenLieder - Gebärdenmusik, Essen,

Good People Orchestra, Novi Sad, Lichtkunst Till Pöhlmann, Fischbachtal

Eintritt frei!


23. September 2022

- Workshops 10 - 12 Uhr und 14 - 16 Uhr TU Dortmund

- 19.00 Uhr Konzert Freizeitzentrum West, Ritterstraße 20, 44137 Dortmund

Mitwirkende: Tanzorchester Paschulke, Leitung: Claudia Schmidt.

Der Eintritt ist für Europa InTakt - Teilnehmende frei.

24. September 2022

- Workshops 10 - 12 TU Dortmund

- 17.00 Abschlusskonzert mit Kurzauftritten aller Workshops im Audimax der TU Dortmund, Vogelpothsweg 87, 44227 Dortmund

Eintritt frei!

Eingeladene Ensembles bzw. Musikerinnen und Musiker

KeKeCa, Bodypercussion, Istanbul

MANG, Soundpainting, Istanbul

Yanna Pelser Trio, Rotterdam

Tabula Musica, Bern

Hands off Music, Köln

Good People Orchestra Novi Sad, Serbien

Workshopthemen

  1. Soundwhackers (Patrick Schäfer, Saarbrücken)

  2. Lichtkunst (Till Pöhlmann, Fischbachtal)

  3. Das Sling-Orchestra Project (Ruud van der Wel, Rotterdam)

  4. Musikwürfel - Motion Soundbox (Thomas Bisitz, Oldenburg)

  5. Theremin (Gilda Razani, Dortmund)

  6. Hands off Music (Tobias Dehler, Köln)

  7. Tabula musica - Accessible Music Technology in Context (Denis Huna, Norbert Schmidlin, Bern)

  8. Soundpainting: Musik, Tanz, Body Music (Gökce Gürcay, Istanbul)

  9. Bodypercussion und die musikalische Küchenschürze (KeKeCa, Istanbul)

  10. Soundbeam, MimuGlover und Leap Motion Controller (Zarko Sebic, Novi Sad)

  11. Motion Composer (Robert Wechsler, Weimar)

  12. Musik-Apps (Sven Kirsten, Bochum)

Teilnahme

Das Tagungsangebot richtet sich an Menschen mit Beeinträchtigung, Studierende relevanter Fächer, Lehrerinnen und Lehrer an Schulen, Musikschulen und Jugendkunstschulen, Musikerinnen und Musiker, Pädagoginnen und Pädagogen im Ganztag, in der Soziokultur, Mitarbeitende in allen Ebenen der Musik- und Kulturvermittlung und alle Menschen mit Interesse an inklusiven und künstlerischen Prozessen...

Teilnahmeentgelt und Anmeldung

Teilnahmeentgelt: 175,00 (ermäßigt 90,00 €) Es kann nur die komplette Tagung mit der Entscheidung für einen der Workshops gebucht werden.

Die Anmeldung zu Europa InTakt 2022 erfolgt ausschließlich über das Zentrum für Hochschulbildung zhb der TU Dortmund. Der Link zur Seite des zhb:

https://wb.zhb.tu-dortmund.de/kongresse/europa-intakt-2022/

Der Link zur konkreten Anmeldeseite:

https://seminar.zhb.tu-dortmund.de/wb-komplex/Details.aspx?VeranstaltungID=1157


Informationen zu den Workshops

Workshop 1: Soundwhackers

Im Workshop mit Patrick Schäfer werden in den ersten drei Doppelstunden die allseits bekannten bunten Rohre der Boomwhackers digital erweitert und zu „Soundwhackers“ (vgl. http://Soundwhackers.de) umgebaut. Dann werden die neuen Klang- und Spielmöglichkeiten in Verbindung mit Bewegung erprobt. In den letzten beiden Doppelstunden werden die Workshops Soundwhackers und Lichtkunst zusammengeführt.

Referent: Patrick Schäfer ist Musiker, Lehrer an der Förderschule körperliche und motorische Entwicklung am Webersberg (Homburg) und am Kaufmännischen Berufsbildungszentrum Saarbrücken Halberg. Er ist Gründer des Appmusik-Projektes iBand-Saar und Entwickler der „Soundwhacker“. Seit 2015 führt er u.a. Fortbildungen am Landesinstitut für Pädagogik und Medien des Saarlandes (LPM) durch (http://musik-mit-apps.de/patrick-schaefer/;).

Wichtig zu wissen: Die Materialien für die Soundwhackers werden im Rahmen des Workshops zur Verfügung gestellt, die neu entstandenen Soundwhackers können mit nach Hause genommen werden. Ein eigenes iPad oder iPhone sollte mitgebracht werden bzw. auch später im eigenen Unterricht zur Verfügung stehen. Bei Bedarf werden aber auch entsprechende Geräte leihweise zur Verfügung gestellt.

Zusammenführung Workshop 1 und 2 Soundwhackers und Lichtkunst

Die beiden Workshops Soundwhackers und Lichtkunst werden am Freitagnachmittag und Samstagvormittag zusammengeführt und nun wird ein gemeinsames Projekt entwickelt. Ziel ist eine eigene Produktion und eine Präsentation des Ergebnisses im Rahmen des Abschlusskonzertes im Audimax der TU Dortmund. Auf der Homepage von Europa InTakt wird die Produktion dann dauerhaft präsentiert.

Workshop 2: Lichtkunst

Till Pöhlmann vermittelt in den ersten drei Doppelstunden Grundlagen und Techniken seines Konzeptes der interaktiven Light Painting Stationen, in denen die Teilnehmenden selbst Lichtkunst kreieren. Sie lernen, mit den jeweils eigenen Endgeräten Lightpainting zu machen.

In den letzten beiden Doppelstunden werden die Workshops Soundwhacker und Lichtkunst zusammengeführt.

Referent: Till Pöhlmann ist Lichtkünstler und Jongleur, der sein Publikum, darunter auch Bundespräsident Gauck, nicht nur begeistert und zum Staunen bringt, sondern auch gern kreativ werden lässt (http://jongleur-till.de/jongleur-till/lightpainting/lightpainting-station.html).

Wichtig zu wissen: Die TN bekommen rechtzeitig vor dem Workshop die Links zu den Apps, die benutzt werden und Zugang zu den beim Workshop und der Performance entstandenen (digitalen) Bildern/Lichtgemälden. Lightpainting funktioniert mit iPad und iPhone, aber auch mit Android-Geräten oder mit digitalen Fotoapparaten, die am besten auch eine manuelle Steuerung haben. Die entsprechenden Geräte sind von den Teilnehmern mitzubringen.

Der Workshop Lightpainting findet in einem Raum statt, der immer wieder abgedunkelt wird. Gelegentlich wird auch Flackerlicht eingesetzt.

Zusammenführung Workshop 1 und 2 Soundwhackers und Lichtkunst

Die beiden Workshops Soundwhackers und Lichtkunst werden am Freitagnachmittag und Samstagvormittag zusammengeführt und nun wird ein gemeinsames Projekt entwickelt. Ziel ist eine eigene Produktion und eine Präsentation des Ergebnisses im Rahmen des Abschlusskonzertes im Audimax der TU Dortmund. Auf der Homepage von Europa InTakt wird die Produktion dann dauerhaft präsentiert.

Workshop 3: Das Sling Orchestra Project

Das Sling Orchestra Projekt - MyBreathMyMusic Stiftung

Wie kann man mit den Augen Musik machen? Kann man die Flöte ohne Hände spielen? Wie spielt man ein elektronisches Saxophon mit einem Arm? Wie spielst du Keyboard mit deiner Kopfstütze? In diesem Workshop lernen Sie nicht nur die einzigartigen Instrumente der My Breath My Music Foundation kennen, sondern auch die Lehrmethoden und wir zeigen Ihnen, wie Sie mit gesampelten Instrumenten und (virtuellem) MIDI den perfekten Sound erzielen. Die Teilnehmer können selbst mit den verschiedenen Instrumenten arbeiten. Damit die Teilnehmer erleben können, wie es ist, mit einer Behinderung ein Musikinstrument zu spielen, erhalten sie ein oder zwei Armschlingen. Einige der Teilnehmer werden beim Abschlusskonzert im Audimax als "Sling-Orchester" auftreten.

Referent: Ruud van der Wel ist Atemtherapeut in Rotterdam. Er arbeitet mit schwer behinderten Kindern, von denen die meisten von einer fortschreitenden Muskelerkrankung betroffen sind. Im Jahr 2000 begann er mit der Entwicklung und dem Einsatz von elektronischen Blasinstrumenten in seinen Therapiesitzungen. 2005 startete er die Website www.mybreathmymusic.com. Inzwischen gibt er seine neuen Instrumente, Erfahrungen und musikalischen Praktiken in ganz Europa weiter.

Wichtig zu wissen: Im Workshop entwickeln Menschen mit und ohne Beeinträchtigung musikalische Stücke und Improvisationen. Die von Ruud van der Wel neu entwickelten elektronischen Instrumente und auch das Programm EyePlayMusic werden erprobt; die Klangergebnisse werden zu Musikstücken. Alle Teilnehmenden „ohne Behinderung“ legen einen ihrer Arme in eine Schlinge (sling), wie sie Menschen tragen, die einen Arm nicht benutzen können.

Alle Teilnehmenden werden gebeten, ihre Instrumente mitzubringen, so dass Klangwelten in einem Mix von Tradition und Elektronik entstehen können.

Workshop 4: Musikwürfel – Motion Soundbox

In einem Experimentierlabor lernen wir verschiedene Varianten der Musikinstrumente kennen und arbeiten mit einer sehr freien Form von Improvisation, durch die wir uns musikalisch begegnen und in Interaktion treten. Unterschiedliche Arten von Klängen und Steuerungen der Instrumente können aus Ideen der Teilnehmenden ausgewählt und angepasst werden. Neben der persönlichen Erfahrung im Workshop besteht die Möglichkeit, sich über künstlerische, pädagogische und therapeutische Aspekte auszutauschen. Zum Abschluss des Symposiums stellen wir eine kurze Performance vor.

Referent: Thomas Bisitz, Physiker, Musiker, Klangkünstler, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Hörzentrum Oldenburg, entwickelt seit 2018 innovative elektronische Musikinstrumente ("Motion Soundboxes") in unterschiedlichen Kontexten, u.a. für das gemischt inklusive BlueScreen-Ensemble (Blauschimmel Atelier Oldenburg) für experimentell improvisierte Musik. Die Geräte sind individuelle, prototypische Einzelanfertigungen, die über Bewegung und einfache Steuerung einen intuitiven, körperlich-haptischen Zugang und komplexen künstlerisch-musikalischen Ausdruck zugleich ermöglichen.

Wichtig zu wissen: Gerne können eigene Instrumente aller Art mitgebracht werden, um mit dem Zusammenspiel zu experimentieren. Es sind keinerlei Vorerfahrungen notwendig. Der Workshop ist offen für alle neugierigen Anfänger*innen oder Nicht-Musiker*innen, ebenso wie für professionelle Musiker*innen sowie unabhängig von der Erfahrung bezüglich Improvisation.

Workshop 5: Theremin

Gilda Razani freut sich drauf, Sie in das Spiel des Theremins in diesem Workshop einzuführen. Auch wird sie über den Erfinder, Musiker und Meisterspion Leon Theremin referieren, der eigentlich nur ohne Anstrengung Töne erzeugen wollte. Das Theremin wird berührungslos durch die Bewegung der Hände in der Luft gepielt, wobei eine Hand die Lautstärke beeinflusst und die andere die Tonhöhe. Die Töne werden im elektromagnetischen Feld erfühlt.

Bekannt ist das Theremin u.a. aus der Star trek Melodie, den Simpsons, der Hannibal Lecter Serie, Big Bang Bang, Mars Attack, Psycho Hitchcock, Led Zeppelin mit ihrem Hit „Whole Lotta Love“‚ den Beach Boys mit ihrem Hit „Good vibrations“ .

Edgar Varèse setzte das Instrument bei seiner Komposition Educatorial ein. Jean Michel Jarre verwendet das Theremin in einigen seiner Stücke, so auch in seinem Oxygen Erfolg. Das Theremin ermöglicht musikalische Expression durch Bewegung, es „erzählt“ Geheimnisse und Emotionen. In inklusiv orientierten Projekten findet es zunehmend Anwendung.

Referentin: Die Meister-Thereministin Gilda Razani spielt in ihrer Band About Aphrodite Theremin, Sopransaxophon und das Soma Pipe Electronic Wind Instrument. Der Bandsound umfasst eine fantastische Kombination aus Jazz/Rock, Dance und Electronica. Theremin spielt sie u.a.in ihrem Duo Matab mit Hans Wanning und der Band the Dorf. Sie hat Aufnahmen mit dem WDR Funkhausorchester Köln und der Vocal Group Manhattan Transfer gemacht, die Welturaufführung Selma mit der Staatskapelle Weimar und die Mozart Oper Die Gärtnerin aus Liebe an der Oper Baden Baden gespielt. Sie ist als Komponistin und Produzentin neben ihren eigenen Kompositionen, für den WDR im Filmmusik und Hörspielsektor tätig und hat mit ihren Bands viele Konzerte im In- und Ausland gegeben (www.gildarazani.de)

Wichtig zu wissen: Das Theremin war ehemals ein recht exklusives Instrument. Mittlerweile ist es in einer technischen Bandbreite von € 400.- bis € 5000.- zu erwerben. Im Workshop werden einige Theremine zur Verfügung gestellt. Bringen Sie aber auch Ihre eigenen Instrumente und Verstärker mit und machen Sie mit Gilda Razani und mit Menschen unterschiedlichster Voraussetzungen Erfahrungen der Gestaltung einer künstlerisch-musikalische Atmosphäre, wie sie Sie in vielen Praxisfeldern der Pädagogik umsetzen können.

Workshop 6: Hands off Music

Abstands- und Lichtsensoren aus dem Elektrofachmarkt werden dazu genutzt, die Software Ableton Live anzusteuern. Auf diese Weise lassen sich Instrumente entwickeln, die man ohne Berührung spielen kann. Im Workshop loten wir die Einsatzmöglichkeiten dieser digitalen Technologie aus und kombinieren sie mit herkömmlichen Instrumenten. Die Teilnehmenden nutzen entweder die selbstentwickelten Instrumente der LVR-Anna-Freud-Schule oder bringen ihr eigenes Instrument mit.

Referent: Tobias Dehler, Musiklehrer an der LVR-Anna-Freud-Schule Köln

Wichtig zu wissen: Wer Lust hat, tiefer in die Technik einzusteigen, kann gerne einen Laptop mit der Software Ableton Live mitbringen.

Workshop 7: Tabula musica – Accessible Music Technology in Context

In diesem Workshop werden Sie verschiedene hindernisfreie Instrumente, sogenannte Accessible Music Technology-Instrumente, kennenlernen und entdecken mit Fokus auf Motion Composer, EXA: The Infinite Instrument und Soundbeam. Wir verwenden einfache, leicht nachvollziehbare praktische Aktivitäten, um Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten der Verwendung der Instrumente näherzubringen.

Sie werden ein Verständnis dafür entwickeln, wie Sie das Instrument im Unterricht, in der Musiktherapie oder als Teil eines heterogenen Ensembles einsetzen können.

Referenten: Denis Huna Geschäftsleiter Tabula Musica, lebt in Bern. Er hat seinen Master an der Juilliard School of Music in New York in Violin Performance abgeschlossen. Nach 10 Jahren in verschiedenen Orchestern, fokussiert sich Denis Huna auf barrierefreie Methoden um Musik zu unterrichten. 2017 gründete er Tabula Musica, das Kompetenzzentrum für barrierefreie Musik in Bern, Schweiz. Er leitet das inklusive Tabula Musica Orchester mit 10 Musiker:innen mit und ohne Behinderungen und verfügt über eine breite Expertise in der Nutzung von musiktechnologischen Instrumenten in verschiedenen Settings.

Noel Schmidlin, Orchesterleitung, lebt in Bern. Neben seiner Tätigkeit als Komponist beschäftigt er sich intensiv mit freier Improvisation, spielt Geige in verschiedenen Ensembles, leitet einen Chor und wirkt in der Vermittlung experimenteller Musik. Noel Schmidlin studierte Komposition bei Wanja Aloe und Christian Henking und Musikpädagogik SII mit den Nebenfächern Jazz-Geige und Musikvermittlung an der Hochschule der Künste Bern (HKB). Seit Oktober 2021 absolviert er ein Praktikum im Bereich inklusiver Orchesterleitung bei Tabula Musica.

Wichtig zu wissen: Bringen Sie Ihre eigenen Instrumente mit.

Workshop 8: Soundpainting: Musik, Tanz, Body Music

Soundpainting ist eine universelle „Signlanguage“ oder Zeichensprache für Musiker, Schauspieler, Tänzer und bildende Künstler. Mit Hilfe von abgesprochenen Gesten werden Gruppen oder auch Schulkassen angeregt, live komponierte Stücke entstehen zu lassen. Im Workshop können die Teilnehmenden die Rollen wechseln; jeder und jeder kann sowohl auf die Zeichen reagieren – Folgen - als auch als in leitender Funktion zum Soundpainter werden - Führen. Die Soundpainting-Sprache wurde 1974 vom Komponisten und Dirigenten Walter Thompson, New York, entwickelt.

Über MANG : MANG ist eine fliegende Musikschule des neuen Zeitalters, die auf musikalischen Formen aufbaut, die aus der Perspektive von Soundpainting, Körpermusik und musikalischer Interaktivität entstehen.

Referent: CheChe (Gökçe Gürçay), Gründer von MANG (Music Academy of Next Generation), Mitglied des Ensembles KeKeCa, ist ursprünglich Schlagzeuger. Seit 2010 ist er Soundpainter des Istanbul Soundpainting Orchestra. Er gibt Auftritte und Workshops in den USA, Großbritannien, Deutschland, Italien, Frankreich, Portugal, Brasilien und Argentinien.

Wichtig zu wissen: Bringen Sie Ihre eigenen, auch elektronischen Instrumente mit - und bequeme Kleidung!

Workshop 9: Body Percussion und die musikalische Küchenschürze

Der Körper ist das Hauptinstrument in diesem Workshop. Klatschen, Schnipsen, Patschen und Stampfen sind einige der Klanggesten, mit denen Bodypercussion arbeitet. Eine spielerische Erweiterung des Klangrepertoires wird durch "intelligente Textilien" ermöglicht. Bisher wurden "intelligente Textilien" oft in der Medizin und im Sport eingesetzt, sie erweitern aber auch die Möglichkeiten des Musikhörens und -machens. Die Entwicklung eines "musikalischen Kleidungsstücks" macht Musik greifbar und einige Künstler nutzen "intelligente Textilien" zum Musizieren.

ReferentInnen: Das KeKeÇa Body Percussion Ensemble, hier mit Timucin Gürer, Ayse Akarsu und Özge Bulut wurde 2002 in Istanbul gegründet und hat sich schnell einen international anerkannten Ruf als ein Ensemble erworben, das sowohl künstlerisch als auch pädagogisch arbeitet. Von Beginn der Aufführungen und Workshops an waren Menschen mit Behinderungen beteiligt, so ist Inklusion ein selbstverständlicher Teil ihrer Arbeit. (https://www.kekeca.net/)

Patrick Schäfer hat ein Kleidungsstück entwickelt, das über Bluetooth vier Felder am Körper bei Berührung zum Klingen bringt: Wird eine bestimmte Stelle auf dem Kleidungsstück berührt, ertönt ein bestimmter Ton. Im Workshop wird die „organische“ Bodypercussion mit dem Einsatz der "intelligenten Textilie" gemischt.

Wichtig zu wissen: Einige der "musikalischen Kleidungsstücke" in Form einer Küchenschürze mit klangproduzierenden Elementen werden für den Workshop zur Verfügung gestellt, über die Herstellungstechnik wird informiert. Bitte iPad oder MAC mitbringen.

Workshop 10: Soundbeam und MiMu Glover mit dem Leap Motion Controller

Musikalisch gearbeitet wird mit drei Elementen. Das Soundbeam 6 Group Kit besteht aus mehreren Elementen. Ein Bildschirm – TouchScreen – erzeugt durch Berührung die verschiedensten Klänge, zwei Sensorbeams, die einem Mikrophon ähneln, aber Töne nicht aufnehmen, sondern senden, Töne, die dann durch Handbewegungen hörbar gemacht werden, und vier Schaltern, die auf unmittelbare Berührung reagieren und Töne erzeugen.

MiMu Glover ist ein Programm, das Bewegung in Musik umsetzt (https://www.mimugloves.com/documentation/intro-to-glover/), der Leap Motion Controller ist ein kleines Gerät, das die Bewegung der Hände erkennt und in eine 3D-Interaktivität auf dem Bildschirm verwandelt: Sie bewegen Ihre Hände vor dem Bildschirm und je nach Programm bewegen sich Bilder oder es werdem Töne moduliert. Der Leap Motion Controller läuft mit Windows (ab Windows 7) und auf dem MAC (https://www.ultraleap.com/leap-motion-controller-whats-included/)

Im Verlauf des Workshops entstehen kleine Stücke in einer Mischung von traditionellen und elektronischen Instrumenten.

Referent: Žarko Sebić macht seit seiner Kindheit Musik. Er war Komponist und Gitarrist in einer Rockband, komponierte Musik für Kinder und leitete eine Kinderband, mit der er am JESC (Junior Eurovision Song Contest) teilnahm.

Seit 15 Jahren arbeitet er mit Menschen mit Behinderungen und wendet neue Technologien im Bereich der Musik an. Zusammen mit seiner Kollegin Renata Kohler leitet er einen Musikworkshop für Menschen mit Behinderungen und das "Good People Orchester" im Day Care Center der "Milan Petrovic"-Schule in Novi Sad, Serbien.

Wichtig zu wissen: Bringen Sie Ihre eigenen Instrumente und Rechner mit! Cajons und andere Rhythmusinstrumente werden zur Verfügung gestellt.

Workshop 11: Motion Composer

Der MotionComposer lädt mit über 50 Klangwelten zum kreativen Austausch über Mimik, Gesten und über den Körper ein. Mit Hilfe von Stereo-Vision Technologie werden Bewegungen erfasst und mit Musik und Naturklängen verknüpft: Eine Armbewegung durch die Luft kann so passende Klaviertöne hervorrufen. Im Workshop wird die Funktionsweise und Handhabung dieser interaktiven Technologie vorgestellt. In Rollenspielen werden passgenaue Anwendungsszenarien für den therapeutischen oder pädagogischen Alltag entwickelt und erprobt. Beim Abschlusskonzert werden ausgewählte Ergebnisse von den Teilnehmenden präsentiert.

Weitere Informationen zur Technologie: www.motioncomposer.com

Referent: Robert Wechsler ist der Erfinder des MotionComposers. Er ist Choreograf und Tänzer und Pionier in der Nutzung interaktiver Technologien auf der Tanzbühne.

Robert Wechsler hat einen Master in Choreographie von der New York University und war ein Protegé von Merce Cunningham und John Cage. Mit seiner Palindrome Dance Company gewann er 2002 den ersten Preis für ‘Beste Interaktive Kunst’ an der Berliner Transmediale. Er ist Autor zahlreicher Artikel im Bereich Tanz, Technologie und Menschen mit anderen Fähigkeiten. Robert lebt in Weimar, von wo aus er die MotionComposer Projekte leitet.

Wichtig zu wissen: Der Workshop ist für Menschen mit allen Fähigkeiten geeignet. Bitte bewegungsgeeignete Kleidung!

Workshop 12: Musik-Apps

Der Mehrwert von Musik-Apps für Menschen mit geistiger Behinderung wird immer noch diskutiert – er kann freilich nur in der konkreten Anwendung erfahren werden. Im Workshop werden intuitive und komplexere Musikapps und ihre Anwendungsmöglichkeiten sowohl "solo" als auch im Zusammenspiel mit anderen digitalen und analogen Instrumenten erprobt und ihr Nutzen reflektiert.

Apps, die u.a. zum Einsatz kommen: GarageBand, Keezy, Orphion, BITWaves, Playground, Navichord u.v.m.

Referent: Sven Kirsten ist Musiker im Bereich Jazz und Pop, Musikpädagoge und Sonderpädagoge an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Er ist erfahren in der Arbeit mit verschiedenen inklusiv orientierten Bands wie "Collective One".

Wichtig zu wissen: Bitte mitbringen: Ein mobiles Endgerät (möglichst ein iPad, andere Tablets und Smartphones möglich)


English version

Europa InTakt 2022 - Classic goes digital


Europa InTakt 2022 is dedicated to new artistic and technical developments in the field of digital media in combination with traditional instruments. Classic means traditional instrumental playing with head, heart and hand, and refers to musical genres and styles such as classical, jazz, music of the world and avant-garde, as well as forms of music-making such as improvisation and reproduction. Classic also means interdisciplinary aspects such as music and movement or music and light art.

Classic goes digital means the use of new media, apps and electronic instruments for making music. The invention of new instruments has not always, but often, been oriented towards the needs of people with disabilities - there is a lot of development to be discovered here. New sound productions also bring new musical sound worlds and enable people with impairments to participate in music production. Artistically, beautiful and interesting sounds are created, especially in the mixture of classical and digital, which contribute to a cultural life that is as interesting as it is innovative. Inclusion becomes an aesthetic motor!

In internationally mixed workshops, people with and without disabilities gain experience in creating musical processes with the help of electronic and traditional instruments. The members of the invited ensembles take part in the workshops that find their interest and present the results of the work in the workshops in a large public final concert.

Europe InTakt indeed!


Thanks to

Europa InTakt 2022 is made possible by the financial support of the Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Foundation Essen and the Bernd Jochheim Foundation Dortmund. Without the support of the Centre for Higher Education zhb of TU Dortmund University, Europa InTakt 2022 could not take place. For the stimulation of the content, thanks go to the EUCREA association (https://www.eucrea.de/), which provided the impetus for "classic goes digital" with the European symposium "soundform" in 2019 (https://www.eucrea.de/aktivitaeten/tagungen/soundform).


On the pandemic situation

In the context of the concerts, the regulations then in force concerning attendance at events must be observed.

The workshops will be held in rooms that are as large as possible with a number of participants between 12 and 15; in the case of body percussion and sound painting, larger groups of up to 25 participants are conceivable.

The then applicable regulations of the TU Dortmund University for holding attendance events apply.



Event structure

Live event 21 - 24 September 2022

21 September 2022

7 p.m. Opening concert St. Marienkirche, Dortmund, Kleppingstraße 5, 44135 Dortmund.

Opening of Europa InTakt 2022 by the Federal Government Commissioner for Matters relating to Persons with Disabilities, Mr. Jürgen Dusel.

Performers: piano plus, Dortmund - KeKeCa, Istanbul - Hands off Music, Cologne, Yanna Pelser Trio with Karin and Florine, Rotterdam, Light Art Till Pöhlmann

Admission is free


22 September 2022

- Workshops 10 a.m. - 12 p.m. and 2 p.m. - 4 p.m. TU Dortmund

- 7 p.m. Concert St. Marienkirche, Dortmund, Kleppingstraße 5, 44135 Dortmund

Performers: Tabula musica, Bern, KeKeCa, Istanbul, Ensemble AugenLieder - sign music, Essen,

Good People Orchestra, Novi Sad


Admission is free


23 September 2022

- Workshops 10 a.m. - 12 p.m. and 2 p.m. - 4 p.m. TU Dortmund

- 7 p.m. Concert Freizeitzentrum West, Ritterstraße 20, 44137 Dortmund

Performing: Tanzorchester Paschulke, conducted by Claudia Schmidt.


Admission is free for Europa InTakt participants.

24 September 2022

- Workshops 10 - 12 TU Dortmund

- 5 p.m. Final concert with short performances by all workshops in the Audimax of the TU Dortmund, Vogelpothsweg 87, 44227 Dortmund

Admission is free!

People with and without disabilities will gain experience in shaping musical processes with the help of electronic and traditional instruments in internationally mixed workshops. The members of the invited ensembles take part in the workshops that find their interest and present the workshop results with the motto Europa InTakt in a large public final concert.

Invited ensembles

KeKeCa, body percussion, Istanbul

Yanna Pelser Trio, Rotterdam

Tabula Musica, Berne

Hand Offs Music, Cologne

Good People Orchestra Novi Sad, Serbia

Workshop topics

  1. Soundwhackers (Patrick Schäfer, Saarbrücken)

  2. Light Art (Till Pöhlmann, Fischbachtal)

  3. The Sling Orchestra Project (Ruud van der Wel, Rotterdam)

  4. Music Cube - Motion Soundbox (Thomas Bisitz, Oldenburg)

  5. Theremin (Gilda Razani, Dortmund)

  6. Hands off Music (Tobias Dehler, Cologne)

  7. Tabula musica - Accessible Music Technology in Context (Denis Huna, Norbert Schmidlin, Bern)

  8. Soundpainting: Music, Dance, Body Music (Gökce Gürcay, Istanbul)

  9. Bodypercussion and the musical kitchen apron (KeKeCa, Istanbul)

  10. Soundbeam, MimuGlover and Leap Motion Controller (Zarko Sebic, Novi Sad)

  11. Motion Composer (Robert Wechsler, Weimar)

  12. Music Apps (Sven Kirsten, Bochum)


Participants

The following are cordially invited to participate: People with disabilities, students of relevant subjects, teachers at schools, music schools and youth art schools, musicians, educators in all-day education, in socio-culture, staff at all levels of music and cultural education and all people with an interest in inclusive and artistic processes.

Participation fee and registration

Participation fee: 175,00 (reduced 90,00 €) Only the complete conference can be booked with the decision for one of the workshops.

Registration for Europa InTakt 2022 takes place exclusively via the Centre for Higher Education zhb of TU Dortmund University. The link to the zhb page:

https://wb.zhb.tu-dortmund.de/kongresse/europa-intakt-2022/

The link to the actual registration page:

https://seminar.zhb.tu-dortmund.de/wb-komplex/Details.aspx?VeranstaltungID=1157


Information on the workshops

Workshop 1: Soundwhackers

Workshop leader: Patrick Schäfer is a musician, teacher at the Förderschule körperliche und motorische Entwicklung am Webersberg (Homburg) and at the Kaufmännisches Berufsbildungszentrum Saarbrücken Halberg. He is the founder of the app music project iBand-Saar and developer of the "Soundwhacker". Since 2015, he has been conducting training courses at the Saarland State Institute for Education and Media (LPM), among others (http://musik-mit-apps.de/patrick-schaefer/;).

About the workshop

In the first three double lessons of the workshop with Patrick Schäfer, the well-known colourful tubes of the Boomwhackers are digitally expanded and transformed into "Soundwhackers" (cf. Soundwhackers.de). Then the new sound and play possibilities are tried out in connection with movement. In the last two double lessons, the Soundwhackers and Light Art workshops are brought together.

Important to know: The materials for the Soundwhackers will be provided as part of the workshop, and the newly created Soundwhackers can be taken home. You should bring your own iPad or iPhone with you or have it available later in your own classroom. However, if required, appropriate devices can also be made available on loan.

Limit on the number of participants: 12

Workshop 2: Light Art

Workshop leader: Till Pöhlmann is a light artist and juggler who not only inspires and amazes his audiences, including Federal President Gauck, but also likes to let them get creative (http://jongleur-till.de/jongleur-till/lightpainting/lightpainting-station.html).

About the workshop: In the first three double hours, Till Pöhlmann teaches the basics and techniques of his concept of interactive light painting stations, in which the participants create light art themselves. They learn how to do light painting with their own devices.

In the last two double lessons on Friday afternoon and Saturday morning, the Soundwhackers and Light Art workshops will be brought together.

Important to know: Participants will receive the links to the apps that will be used and access to the (digital) images/light paintings created during the workshop and performance in good time before the workshop. Light painting works with iPad and iPhone, but also with Android devices or with digital cameras that ideally also have manual control.

The light art workshop takes place in a room that is repeatedly darkened. Occasionally, flickering light will also be used.

Limit on the number of participants: 12

Merging Workshop 1 and 2 Soundwhackers and Light Art

The two workshops Soundwhackers and Light Art will be merged on Friday afternoon and Saturday morning and now a joint project will be developed. The aim is to create a production of their own and to present the result at the final concert in the Audimax of the TU Dortmund. The production will then be permanently presented on the Europa InTakt homepage.

Workshop 3: The Sling Orchestra Project

The Sling Orchestra Project - My Breath My Music Foundation

Workshop leader: Ruud van der Wel is a respiratory therapist in Rotterdam. He works with severely disabled children, most of whom are affected by progressive muscle disease. In 2000, he started developing and using electronic wind instruments in his therapy sessions. In 2005, he launched the website www.mybreathmymusic.com. He now shares his new instruments, experiences and musical practices throughout Europe.

About the workshop: How can you make music with your eyes? Can you play the flute without hands? How do you play an electronic saxophone with one arm? How do you play the keyboard with your headrest? In this workshop you will not only get to know the unique instruments of the My Breath My Music Foundation, but also the teaching methods and we will show you how to achieve the perfect sound with sampled instruments and (virtual) MIDI. Participants can work with the different instruments themselves. So that the participants can experience what it is like to play a musical instrument with a disability, they will receive one or two arm slings. Some of the participants will perform as a "sling orchestra" at the final concert in the Audimax.

In the workshop, people with and without impairments develop musical pieces and improvisations. The electronic instruments newly developed by Ruud van der Wel and also the EyePlayMusic programme will be tested; the sound results will become pieces of music.

Important to know: All participants are asked to bring their instruments, so that worlds of sound are created in a mix of tradition and electronics. All participants "without disabilities" put one of their arms in a sling, as worn by people who cannot use one arm.

Limit on of the number of participants: 15

Workshop 4: Music Cube - Motion Soundbox

Workshop leader: Thomas Bisitz, physicist, musician, sound artist, research associate at the Hörzentrum Oldenburg, has been developing innovative electronic musical instruments ("Motion Soundboxes") in various contexts since 2018, including for the mixed-inclusive BlueScreen Ensemble (Blauschimmel Atelier Oldenburg) for experimental improvised music. The devices are individual, prototypical one-offs that enable intuitive, physical-haptic access and complex artistic-musical expression at the same time through movement and simple control.

About the workshop: In an experimental laboratory, we will get to know different variations of musical instruments and work with a very free form of improvisation through which we meet and interact musically. Different types of sounds and controls of the instruments can be chosen and adapted from ideas of the participants. Besides the personal experience in the workshop, there will be the possibility to exchange artistic, pedagogical and therapeutic aspects. At the end of the symposium we will present a short performance.

Important to know: You are welcome to bring your own instruments of all kinds to experiment with playing together. No previous experience is necessary. The workshop is open to all curious beginners or non-musicians, as well as professional musicians and regardless of experience in improvisation.

Limited number of participants: 15

Workshop 5: Theremin

Workshop leader: Master thereminist Gilda Razani plays theremin, soprano saxophone and the Soma Pipe electronic wind instrument in her band About Aphrodite. The band sound includes a fantastic combination of jazz/rock, dance and electronica. She plays theremin in her duo Matab with Hans Wanning and the band the Dorf. She has recorded with the WDR Funkhausorchester Cologne and the vocal group Manhattan Transfer, performed the world premiere Selma with the Staatskapelle Weimar and the Mozart opera Die Gärtnerin aus Liebe at the Baden - Baden Opera. In addition to her own compositions, she works as a composer and producer for the WDR in the film music and radio play sector and has given many concerts with her bands at home and abroad (www.gildarazani.de).

About the workshop: Gilda Razani is looking forward to introducing you to the playing of the theremin in this workshop. She will also talk about the inventor, musician and master spy Leon Theremin, who actually only wanted to produce sounds without any effort. The theremin is played without contact by moving the hands in the air, with one hand influencing the volume and the other the pitch. The tones are felt in the electromagnetic field.

The theremin is known from the Star Trek melody, the Simpsons, the Hannibal Lecter series, Big Bang Bang, Mars Attack, Psycho Hitchcock, Led Zeppelin with their hit "Whole Lotta Love" and the Beach Boys with their hit "Good Vibrations".

Edgar Varèse used the instrument in his composition Educatorial. Jean Michel Jarre uses the theremin in some of his pieces, including his Oxygen success. The theremin enables musical expression through movement, it "tells" secrets and emotions. It is increasingly used in inclusive projects.

Important to know: The theremin used to be a rather exclusive instrument. Nowadays it can be purchased in a technical range from € 400 to € 5000. Some theremins will be available in the workshop. Bring your own instruments and amplifiers and experience with Gilda Razani and with people from different backgrounds the creation of an artistic-musical atmosphere, which you can implement in many practical fields of pedagogy.

Limited number of participants: 12

Workshop 6: Hands off Music

Workshop leader: Tobias Dehler, music teacher at the LVR-Anna-Freud-School Cologne

About the workshop: Distance and light sensors from the electronics store are used to control the Ableton Live software. In this way, instruments can be developed that can be played without touching them. In the workshop, we will explore the possible applications of this digital technology and combine it with conventional instruments. Participants will either use the self-developed instruments of the LVR Anna Freud School or bring their own instrument.

Important to know: Those who would like to delve deeper into the technology are welcome to bring a laptop with the software Ableton Live.

Limited number of participants: 15

Workshop 7: Tabula musica - Accessible Music Technology in Context

Workshop leader: Denis Huna Managing Director Tabula Musica, lives in Bern. He holds a Master's degree in Violin Performance from the Juilliard School of Music in New York. After 10 years in different orchestras, Denis Huna focuses on accessible methods to teach music. In 2017, he founded Tabula Musica, the centre of excellence for accessible music in Bern, Switzerland. He leads the inclusive Tabula Musica Orchestra with 10 musicians with and without disabilities and has a broad expertise in the use of music technology instruments in different settings.

Noel Schmidlin, orchestra conductor, lives in Bern. In addition to his work as a composer, he is intensively involved in free improvisation, plays the violin in various ensembles, conducts a choir and is active in teaching experimental music. Noel Schmidlin studied composition with Wanja Aloe and Christian Henking and music education SII with the subsidiary subjects jazz violin and music education at the Bern University of the Arts (HKB). Since October 2021, he has been completing an internship in inclusive orchestral conducting at Tabula Musica.

About the workshop: In this workshop you will learn about and discover different barrier-free instruments, so-called Accessible Music Technology instruments, with a focus on Motion Composer, EXA: The Infinite Instrument and Soundbeam. We use simple, easy-to-follow hands-on activities to introduce you to the different ways the instruments can be used.

You will develop an understanding of how to use the instrument in the classroom, in music therapy or as part of a heterogeneous ensemble.

Important to know: Bring your own instruments.

Limited number of participants: 15

Workshop 8: Soundpainting: Music, Dance, Body Music

Workshop leader: CheChe (Gökçe Gürçay), founder of MANG (Music Academy of Next Generation), member of the ensemble KeKeCa, is originally a drummer. Since 2010 he has been the sound painter of the Istanbul Soundpainting Orchestra. He gives performances and workshops in the USA, Great Britain, Germany, Italy, France, Portugal, Brazil and Argentina.

About the workshop: Soundpainting is a universal "signlanguage" or sign language for musicians, actors, dancers and visual artists. With the help of agreed gestures, groups or even school classes are encouraged to create live composed pieces. In the workshop, the participants can change roles; everyone can both react to the signs - follow - and become a sound painter in a leading function - lead. The sound painting language was developed in 1974 by the composer and conductor Walter Thompson, New York.

About MANG : MANG is a new age flying school of music built on musical forms created from the perspective of sound painting, body music and musical interactivity.

Important to know: Bring your own instruments, even electronic ones - and comfortable clothes!

Limited number of participants: 25

Workshop 9: Body Percussion and the Musical Kitchen Apron

Workshop leader: The KeKeÇa Body Percussion Ensemble, here with Timucin Gürer, Ayse Akarsu and Özge Bulut, was founded in Istanbul in 2002 and quickly gained an internationally recognised reputation as an ensemble that works both artistically and educationally. People with disabilities have been involved from the beginning of the performances and workshops, so inclusion is a natural part of their work. (https://www.kekeca.net/)

About the workshop: The body is the main instrument in this workshop. Clapping, snapping, patting and stamping are some of the sound gestures that body percussion works with. A playful expansion of the sound repertoire is made possible by "intelligent textiles". So far, "smart textiles" have often been used in medicine and sports, but they also expand the possibilities of listening to and making music. The development of a "musical garment" makes music tangible and some artists use "smart textiles" to make music.

Patrick Schäfer has developed a garment that uses Bluetooth to make four fields on the clothing sound when touched: If a certain spot on the garment is touched, a certain tone sounds. In the workshop, "organic" body percussion is mixed with the use of the "intelligent textile".

Important to know: Some of the "musical garments" in the form of a kitchen apron with sound-producing elements will be provided for the workshop, information will be given about the production technique. Please bring iPad or MAC.

Limited number of participants: 25

Workshop 10: Soundbeam and MiMu Glover with Leap Motion Controller

Workshop leader: Žarko Sebić has been making music since childhood. He was a composer and guitarist in a rock band, composed music for children and led a children's band with which he participated in the JESC (Junior Eurovision Song Contest).

For 15 years he has been working with people with disabilities and applying new technologies in the field of music. Together with his colleague Renata Kohler, he runs a music workshop for people with disabilities and the "Good People Orchestra" at the Day Care Centre of the "Milan Petrovic" school in Novi Sad, Serbia.

About the workshop: Musical work is done with three elements. The Soundbeam 6 Group Kit consists of several elements. A screen - TouchScreen - generates various sounds through touch, two sensor beams that resemble a microphone but do not record sounds but transmit them, sounds that are then made audible through hand movements, and four switches that react to direct touch and generate sounds.

MiMu Glover is a programme that converts movement into music (https://www.mimugloves.com/documentation/intro-to-glover/), the Leap Motion Controller is a small device that recognises the movement of your hands and turns it into 3D interactivity on the screen: You move your hands in front of the screen and depending on the programme, images move or sounds are modulated. The Leap Motion Controller runs on Windows (from Windows 7) and on MAC (https://www.ultraleap.com/leap-motion-controller-whats-included/).

In the course of the workshop, small pieces are created in a mixture of traditional and electronic instruments.

Important to know: Bring your own instruments and computers! Cajons and other rhythm instruments will be provided.

Limited number of participants: 15

Workshop 11: Motion Composer

Workshop leader: Robert Wechsler is the inventor of the MotionComposer. He is a choreographer and dancer and a pioneer in the use of interactive technologies on the dance stage.

Robert Wechsler has a Masters in Choreography from New York University and was a protégé of Merce Cunningham and John Cage. With his Palindrome Dance Company he won the first prize for 'Best Interactive Art' at the Berlin Transmediale in 2002. He is the author of numerous articles in the field of dance, technology and people with other abilities. Robert lives in Weimar, from where he directs the MotionComposer projects.

About the workshop: With over 50 sound worlds, the MotionComposer invites creative exchange through facial expressions, gestures and the body. With the help of stereo-vision technology, movements are captured and linked to music and natural sounds: a movement of the arm through the air can thus evoke matching piano notes. In the workshop, the functioning and handling of this interactive technology will be presented. Role-playing games will be used to develop and test customised application scenarios for everyday therapeutic or educational work. At the final concert, selected results will be presented by the participants.

Further information on the technology: www.motioncomposer.com

Important to know: The workshop is suitable for people of all abilities. Please wear clothing suitable for movement!

Please note: Different workshop times: Friday 10 am - 1 pm and 2 pm - 5 pm, Sat 10 am - 12 pm, sound check in the afternoon, final concert from 5 pm - with presentation of selected workshop results.

Limited number of participants: 12

Workshop 12: Music Apps

About the workshop: The added value of music apps for people with intellectual disabilities is still being discussed - admittedly, it can only be experienced in concrete application. In the workshop, intuitive and more complex music apps and their application possibilities will be tested both "solo" and in interaction with other digital and analogue instruments, and their benefits will be reflected upon.

Apps that will be used include: GarageBand, Keezy, Orphion, BITWaves, Playground, Navichord and many more.

Workshop leader: Sven Kirsten is a musician in the field of jazz and pop, music teacher and special needs teacher at a special school with a focus on mental development. He is experienced in working with various inclusive bands such as "Collective One".

Important to know: Please bring a mobile device (preferably an iPad, other tablets and smartphones possible).




Bernd Jochheim Stiftung